Switch und Zelda – Mein Stand der Dinge nach fast drei Wochen

Anfang

Fast drei Wochen ist der 03. März nun her. So lange steht nun schon die Nintendo Switch in meinem Wohnzimmer und renne ich mit Link schon durch die Wälder, Berge und Ebenen in The Legend of Zelda – Breath of the Wild. Genug Zeit, um einen ersten „Stand der Dinge“ abgeben zu können. Im Vorfeld habe ich mich hier auf dem Blog bewusst klein gehalten zu Switch und Zelda. Trotz Hype, Vorfreude und Vorbestellung. Nur auf Twitter kam hier und da mal ein Piep von mir dazu. Vor Release kann man eben wenig sagen und geschrieben und spekuliert wird viel.

Die Switch – meine erste Konsole zum Release

Ja, ich habe noch nie eine Konsole zu Release gekauft. Mein „zweiter Gamerfrühling“ hat allerdings auch erst vor gut 5 Jahren angefangen und davor war ich ein gutes Jahrzehnt eher Gelegenheitszocker, vorwiegend auf dem PC. Auch die Switch wäre sicherlich nicht direkt zu mir gelangt, wäre da nicht Zelda gewesen. Trotz Überlegungen kurz vor Release, ob mir der Titel auf der WiiU nicht auch reichen würde, habe ich mich gegen das Stornieren entschieden. Trotz aller Unkenrufe im Netz und eigener Bedenken wollte ich die Konsole haben.

Also kam das Paket samt Pro Controller und Zelda am 03. März rechtzeitig an, da per Morning-Express bestellt. Die 5 Euro mehr sind da nicht wirklich ins Gewicht gefallen, also wollte ich die Gefahr, bis nachmittags auf glühenden Kohlen zu sitzen, vermeiden. Die Packung war, verglichen mit allen anderen Konsolenverpackungen, geradezu winzig. Die Konsole besteht eben weder aus einem großen Plastik-Korpus wie die PS4, noch aus einem alten VHS-Videorekorder-Gehäuse wie die XBox One. Es ist nur das Tablet, der Aufsteller, die zwei Joy-Cons nebst Halterung und Gekabels. Mehr ist da nicht. Und das ganze zudem platzsparend verpackt.

Klein, hübsch und verdammt wertig

Switch als Handheld
Switch als Handheld

Also Joy-Cons angeschlossen und angeworfen. Und gefühlt wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen. Im Handheld-Modus gibt die Switch zwar ein wertiges Gefühl, aber irgendwie auch ein instabiles. Vielleicht bin ich da auch zu ängstlich oder so, ich hatte zumindest anfangs schon eine gewisse Angst, mit einer falschen Bewegung irgendwas zu zerstören. Bisher hab ich den mobilen Modus zwar noch nicht viel genutzt, meine Angst war bisher aber unbegründet. Man wird sich schon Mühe geben müssen, um bei sachgemäßer Handhabung was kaputt zu machen.

Modul in Hand

Der Bildschirm jedenfalls ist glasklar und scharf. Die Abmessungen inklusive Joy-Cons für meinen Geschmack allerdings zu breit. So ein Mittelding zwischen dem noch zu kleinen New 3DS XL und der Switch, das wär’s gewesen. Allerdings ist das, zugegeben, Meckern auf hohem Niveau. Die Spielepackungen verbergen dann eine geradezu putzig kleine Spielkarte. Aber die Retailfassungen müssen im Laden ja auch irgendwie auffallen.

Das Menü ist deutlich rudimentärer als das der Wii oder WiiU – ein sehr großer Fortschritt. Es wirkt ordentlich aufgeräumt und man findet alles dort, wo man es vermuten würde. Dass man, trotz neuem Account-System, auf Freundescodes setzt, mutete im ersten Moment seltsam an. Im Nachhinein ist es aber völlig unerheblich, da man im Gegensatz zu den 3DS-Freundescodes nicht gegenseitig tauschen muss. Es reicht aus, wenn A eine Anfrage an B sendet und dieser diese annimmt.

Der Pro Controller gehört meiner Meinung nach zur Pflichtausstattung. Zwar kann man die Joy-Cons auch in der mitgelieferten Halterung als Controller nutzen, aber sonderlich ergonomisch ist das leider nicht. Und ich hab wahrlich keine großen Männerpranken. Die Anordnung der Buttons ist im groben wie beim XBox One Controller, allerdings fühlt sich der Pro Controller ein gutes Stück besser und hochwertiger an. Großes Lob hier an Nintendo – meiner Meinung nach ein Meisterstück! Einziger Nachteil: die Anordnung der A-B-X-Y-Tasten weicht natürlich ab, was immer wieder (auch beim, höhö, switchen zwischen den Konsolen) zu anfänglichen Umgewöhnungsproblemen führt.

Controller Vergleich
Größenvergleich Pro Controller (oben) und Joy-Cons in der mitgelieferten Halterung (unten) mit PS4- und XBox One Controller

Das Switch-Fazit

Technisch gesehen steckt natürlich deutlich weniger Wums hinter der Switch als hinter PS4 und XBox One, von deren „Zwischenschritt-Nachfolgern“ ganz zu schweigen. Das war aber klar und von vornherein nebensächlich. Leider, dazu auf Seite 2 etwas mehr, kommt es bei Top-Release und Verzeige-Titel Zelda ab und an zu Frameraten-Einbrüchen. Unschöne Sache, leider. Ansonsten ist die Konsole aber große Klasse mit einigen, teilweise unerklärlichen Fehlern. So lässt sich die Switch dank Netzanschluss an der Unterseite im Tabletop-Modus nicht gleichzeitig laden – ist das keinem Entwickler aufgefallen? Außerdem ist jetzt zu Beginn beispielsweise noch keine Virtual Console verfügbar, was ebenso unverständlich wie ärgerlich ist. Fest steht: Wer nicht auf Zelda steht, wird sie jetzt nicht kaufen brauchen. Spätestens Ende des Jahres sollten mit Mario Kart 8 Deluxe, Splatoon 2 und Super Mario Odyssey und einigen anderen allerdings genug exklusive Titel verfügbar sein, um einen Kauf zu rechtfertigen.

Switch im TV-Dock
Die Switch im TV-Dock

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1983 geboren, am Amiga 500 in der Videospieltwelt domestiziert.
Ist keinem Genre wirklich ab-, aber auch keinem speziell zugeneigt.
Spielt neben Videospielen hin wieder auch E-Bass.
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3 Antworten auf „Switch und Zelda – Mein Stand der Dinge nach fast drei Wochen“

  1. Schade, dass ich hier nicht auf – Gefällt mir- klicken kann- aalso: Gefällt mir, gefällt mir, gefällt mir gg- Danke für diesen tollen Beitrag 😀 – ein großer zelda Fan- glg – Herta

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