#52games – Brücken

Brücken. Sie helfen uns beim Überqueren tiefer Schluchten und reißender Flüsse. Peter Maffay musste über sieben gehen und Pur baute neue davon (in einem Lied, das leider an Aktualität nicht eingebüßt hat). Und sie sind Thema in Woche 12 bei #52Games von Zockwork Orange. Auch in Spielwelten kommen Brücken immer wieder vor. Kaum eine Spielwelt gibt es vermutlich ohne. Meist sind sie aber einfach nur ein Gebilde, dass man eben benötigt. Manchmal haben sie aber auch eine klare Funktion.

Und bei Brücken mit klarer Funktion fiel mir GTA ein. Und zwar genau genommen die GTA3-Trilogie sowie GTA IV. Denn, wenn wir uns an diese Teile zurück erinnern, war die für damalige Zeit ordentlich große Open-World nicht von Anfang an frei erkundbar. Anders als in GTA V musste der Spieler erst mal mit einem kleinen Teilgebiet der Karte vorlieb nehmen.

In GTA 3 wurde dies in der Story damit erklärt, dass die Brücke in der Anfangssequenz durch eine Bombe zerstört wird, die gelegt wurde, um uns und einem Mitgefangenen aus dem Gefängnistransport zu befreien. In Vice City ist der Grund für die Brückensperrung dagegen, für die Gegend in der es spielt nicht untypisch, eine Hurricane-Warnung. In San Andreas spielen wir ja den Vorbestraften C.J., der gleich zu Beginn von seinem alten Bekannten, Officer Tenpenny, gegängelt wird und von ihm dazu angehalten wird, bloß nicht die Stadt zu verlassen. Tun wir dies doch, so dürfen wir uns über eine ordentliche Anzahl Fahndungssterne freuen. Auch in GTA IV hagelt es Fahndungssterne, wenn wir zu früh die über gesperrten Brücken wollen, denn diese sind erstmal wegen einer Terrorwarnung gesperrt.

Die Idee hinter all dem war offensichtlich, dass man den Spieler nicht gleich mit der schieren Größe der Spielwelt überfordern wollte. Gestört hat es, mich zumindest, auch nie sonderlich. In GTA V hingegen ist Rockstar einen anderen Weg gegangen und hat dem Spieler direkt zu Beginn die ganze Karte zur Verfügung gestellt. Man hatte also die Möglichkeit, erstmal kreuz und quer über die Karte zu fahren, die Freiheit zu nutzen. Oder eben dem Missionsverlauf zu folgen und so die Karte, wie üblich, peu à peu kennen zu lernen. So oder so, bei GTA V dürfte niemand mehr von der Kartengröße überfordert worden sein, denn große offene Welten war man bei Release ja bereits gewohnt. Sicherlich war das zu Zeiten von GTA 3 noch anders.

Mir ist allerdings während dem Schreiben noch etwas aufgefallen: in kaum einer Open-World hab ich Brücken so wahrgenommen, wie in allen genannten GTA-Teilen, speziell GTA V. Liegt sicher auch daran, dass sie ja durchaus bekannte Brücken der realen Welt nachbilden (Brookly-Bridge, Golden-Gate-Bridge usw.). Aber auch in Skyrim, Fallout, Witcher oder Watch_Dogs gibt es Brücken, diese habe sich aber, zumindest bei mir, deutlich weniger eingeprägt. Wenn ich an Brücken in Videospielen denke, habe ich aus irgendwelchen Gründen gleich einige Locations aus Los Santos und Umland vor Augen. Vielleicht auch, weil das Spiel extrem viele auffallende, einzigartige Brücken hat (achtet mal drauf).

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1983 geboren, am Amiga 500 in der Videospieltwelt domestiziert.
Ist keinem Genre wirklich ab-, aber auch keinem speziell zugeneigt.
Spielt neben Videospielen hin wieder auch E-Bass.
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