Wer spritzt weiter – Splatoon ein Vierteljahr später

„[…] man bis im August warten muss, bis man schlussendlich entscheiden können wird: Splatoon yay or nay“

So endete mein erster Artikel über Splatoon vor rund drei Monaten. Nun ist also ein Quartal verstrichen und das große Update (06. August 2015) ist auch schon einen Monat her. Zeit also für ein abschließenderes Resümee.

Das „große Update“ vom 06.08. brachte endlich einige lang ersehnte zusätzliche Spielinhalte. Zum einen kann man nun Rangkämpfe mit Freunden zusammen absolvieren und zum anderen gibt es endlich die Möglichkeit, private Lobbys zu erstellen. In diesen gibt es zwar keine Punkte um den Rang oder die Kleidung aufzuleveln, dafür kann man aber Teams beliebig einteilen (auch beispielsweise 3 gegen 4 oder auch 4 gegen 1) sowie Modus und Map frei wählen. Zudem wurde auch das Level-Cap von 20 auf 50 erhöht. Aber auch diese göttliche Stufe haben einige Spieler mittlerweile bereits erreicht.

Seit 15. August gibt’s außerdem noch einen neuen Modus namens „Operation Goldfisch“. Vom Prinzip her ähnlich wie Capture-The-Flag, wobei die Flag (hier: Goldfisch-Kanone) wie die bereits bekannte Tintzooka feuern kann und nicht in die eigene, sondern in die gegnerische Basis getragen werden muss. Hier ist Teamplay und durchaus auch Strategie gefragt. Ein wohlbekannter Modus aus anderen Shootern etwas aufgepeppt. Wirklich eine ziemlich gute und spaßige Idee.

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Die Goldfischkanone (im englischen „Rainmaker“)

Nun aber zur eigentlichen Intention des Artikels: Macht Splatoon noch Spaß? – Ja, macht es! Allerdings zugegebenermaßen nicht zwingend wegen dem Spiel alleine. Denn ohne über Teamspeak mit Mitspielern zu quatschen zocke ich es eigentlich kaum noch. Eigentlich sollte man hoffen, dass Nintendo bei der nächsten Konsole mal die Möglichkeit eines Party-Chats einbaut, auch wenn es dann womöglich schwerer wird mit dem niedlichen „Family Friendly“-Gedanken. Es steigert den Spaß bei einem solchen Spiel nun mal ungemein, wenn man sich mit den passenden Leuten dabei unterhalten kann. Sei es über sinnvolles oder unsinniges. Sei es zur Absprache der Team-Taktik oder für Gespräche über besondere Katzen [zwinker, zwinker].

In den vergangen Monaten fanden nun auch bereits 4 Splatfests statt. Ich denke, mein folgender Tweet zur Ankündigung der dritten Augabe beschreibt meine Meinung dazu ganz gut:

Aus gutem Grund also hab ich das vierte Splatfest („Singen oder Tanzen“) vollkommen ungenutzt an mir vorüberziehen lassen. Einmal im Quartal, Nintendo, würde doch vollkommen ausreichen. Dennoch sei kurz erwähnt: bei den Splatfest, die jeweils samstags um 19 Uhr anfangen und sonntags um 19 Uhr enden, erspielt man Punkte für ein Team, für welches man sich zuvor entschieden hat. Zudem steigt man innerhalb 5 Stufen vom „Normalo-[Team]-Fan“ zum „[Team]-Fanclubleiter“ auf. Je nach erreichter Stufe gibt’s nach dem Splatfest dann zwischen 2 und 12 Supermuscheln. Diese kann man einsetzen, um Effektfelder an Kleidung hinzuzufügen oder bestehende Effektfelder (per Zufallsprinzip) ändern zu lassen. Im Grunde mal wieder ein wirklich schöne Idee, die aber leider durch die kurz aufeinanderfolgenden Fests leider bereits totgeritten wurde. GG, Nintendo…

Splatfests. Schöne Idee. Leider bereits totgeritten.

Also eine Kaufempfehlung meinerseits? Ja – zumindest schon mal, wenn man in seinem Freundeskreis weitere WiiU-Besitzer hat. In diesem Falle sollte man dem Spiel gemeinsam eine Chance geben. Ich finde, es ist neben Mario Kart 8 der absolut beste Multiplayer-Titel auf dieser Konsole. Und sollte man keine WiiU-Besitzer in seinem Freundeskreis haben, dann wäre meine Empfehlung es trotzdem zu kaufen und Ausschau nach Splatoon-Livestreams auf Twitch oder Hitbox zu halten, dort findet man mit ziemlicher Sicherheit Anschluss zu einigen netten Splatoon-Spielern. Ich empfehle hier mal die Streams von Metasmiths und m00sician, die beide immer wieder mal Splatoon mit und gegen Zuschauer zocken.

Fazit:
Splatoon ist für mich persönlich, auf einer Stufe mit Mario Kart 8, der beste Multiplayer-Titel auf der WiiU. Mit dem großen Update Anfang August sind einige Dinge hinzugefügt worden, die dem Spiel extrem gut getan haben (Rangkämpfe mit Freunden, private Lobbys, neuer CTF-ähnlicher Modus). Das einzige was dem Spiel – und eben der gesammten Konsole – fehlt, ist allerdings ein Party-Chat, den man aber ja recht easy über Teamspeak oder Skype organisieren kann. Auch nach drei Monaten würde ich das Spiel jedem WiiU-Besitzer empfehlen. Also auf zu den nächsten Matches in glibbriger Tinte!

Bleibt spritzig!

Vasco Da Gamer
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Vasco Da Gamer

1983 geboren, am Amiga 500 in der Videospieltwelt domestiziert.
Ist keinem Genre wirklich ab-, aber auch keinem speziell zugeneigt.
Spielt neben Videospielen hin wieder auch E-Bass.
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2 Antworten auf „Wer spritzt weiter – Splatoon ein Vierteljahr später“

  1. Team-Chat nur mir Leuten aus der Freundesliste wäre nett. Da diese auf 100 limitiert ist, könnte es bei manchen Probleme geben, ob auch bei den Profis? Wer weiß. Mit Teamspeak ist der Spaß größer, aber nur bedingt. Dank Headset ohne Bluetooth ist man zu sehr auf einen Sitzplatz festgelegt. Wenn es ernst wird, klebt man aber eh am Bildschirm. Hoffentlich reißt das Spiel nicht ab und stoppt neuem Content. Ein zweiter Teil würde definitiv schlecht bei mir ankommen.

    1. Naja, man bewegt sich ja mit dem Gamepad meist eh nicht viel durch den Raum :-). Von daher reicht bei mir die Kabellänge am Headset mehr als aus. Speziell bei Spielen ohne Story, also Mk8 oder eben auch Splatoon, finde ich es deutlich unterhaltsamer nebenbei mit Leuten plaudern zu können.

      Hoffe auch, dass da noch einiges an Updates kommt. Gern auch mehr als neue Karten und Waffen. Ich denke, dass bei Nintendo sicher genug Kreativität da ist, um noch ein paar Modi zu erfinden. Und so alle 3 Monate wird mich auch ein Splatfest zu Splatoon bringen können.

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