Far Cry 4 – oder: Warum Meinungen sich ändern können

Mit Far Cry 4 und mir war das ja so ’ne Sache. Ich bin von Anfang an nicht wirklich richtig in Story und Spiel rein gekommen und hatte mich dann irgendwann zu alledem so in Nebenaufgaben verfranst, dass die Story quasi nicht voranzuschreiten schien. Alles Gründe, die das Spiel für mich zeitweilig zerstört hatten; ja: hatten.

Wie ich bereits in meinem entsprechenden Blogpost angekündigt hatte, hab‘ ich Far Cry 4 vor kurzem seine zweite Chance gegönnt. Nicht von neuem, sondern beim alten Spielstand weiter. Und siehe da: Es konnte ja doch Spaß machen und zog mich letztendlich doch in seinen Bann! Verdammt oft ertappte ich mich bei Gedanken wie: „Ach komm, den einen [Glockenturm/Außenposten/sonstigen Nebenauftrag] noch, und dann mach ich Schluss“ – und 5 Aufträge weiter dann wieder von vorne. Auch das Setting im Himalaja hatte mich in seinen Bann gezogen, obgleich mir das Südsee-Insel-Urlaubsparadies-Setting des Vorgängers weiterhin einen Tacken besser gefällt. Ich hab die wunderschöne Natur in Far Cry 4 beim durchstreifen richtig genossen, wenn nicht gerade wahlweise ein Bär, ein Honigdachs oder ein Random-Feuergefecht mit dem Gegner reinplatzten. Zwar vergas ich, dank der ganz Vaas-mäßigen optischen Abwesenheit des „Obergegners“ Pagan-Min, manchmal vollkommen, gegen wen oder was ich eigentlich kämpfe, aber zum Schluss hatte mich dann doch die Story und der Wille, Pagan-Min zu erledigen, gepackt.

Selbst wenn mich manche Missionen stark an den Rand meiner ohnehin schon eher niedrigen Frustrationsschwelle rankommen ließen, war ich teilweise wie besessen davon, im Spiel voranzukommen. Und zwar nicht, so wie ich es üblicherweise bei Open-World-Spielen halte [vorrangig Story, hier und da Nebenmissionen, Sammelmissionen wenn überhaupt zu allerletzt, wenn die Story vorbei ist, ist das Spiel aus], sondern davon beseelt, soweit wie möglich an die 100%-Marke zu stoßen, und siehe da:

Im Prinzip fehlt nur noch, dass ich die letzte Waffe freischalte, indem ich Rang 10 in der Arena erreiche (worauf ich dann jetzt irgendwie doch keine Lust mehr habe) und eine „Königliche Fracht“-Mission, wovon ich nach Pagan-Mins Abgang schlicht keine mehr gefunden habe.

Letztendlich habe ich dann doch meinen Frieden mit Far Cry 4 geschlossen – mehr noch, es ist mir sogar ans Herz gewachsen. Und mittlerweile habe ich sogar Far Cry 3 wieder installiert, um ggf. auch dort die Hatz in Richtung „100%“ weiterzumachen. Bisher fehlte mir da die Lust dazu, aber Far Cry 4 hat mir gezeigt, dass die Lust am Zocken oftmals per Zufall aus heiterem Himmel kommen kann.

Zwei kleine Kritikpunkte hab‘ ich dann aber doch:

  1. Das Radio hat mich bei Fahrten tierisch durch die sich verdammt oft wiederholenden Moderationen von Rabi Ray Rana genervt.
  2. Nachdem ich dank der deutschen Synchronstimme in Far Cry 3 oftmals dachte, ich spiele Sheldon aus „The Big Bang Theory“ so war es diesmal dann J.D. aus „Scrubs“. Mag nicht jedem auffallen, mir mit meinem special interest in Sachen Synchronisierung/Synchronsprecher fällt sowas leider direkt auf.
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Vasco Da Gamer

1983 geboren, am Amiga 500 in der Videospieltwelt domestiziert.
Ist keinem Genre wirklich ab-, aber auch keinem speziell zugeneigt.
Spielt neben Videospielen hin wieder auch E-Bass.
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