Mein Spielejahr 2014

Natürlich darf auf einem Blog zum Thema Gaming ein Jahresrückblick nicht fehlen. Und deshalb blicke ich einfach mal zurück auf das, was ich im Jahr 2014 so gezockt habe. Also nicht, was 2014 erschienen ist, sondern das, was ich gezockt hab – unabhängig vom Erscheinungsdatum.

Eines meiner meistgespielten Spiele 2014 dürfte sicher DayZ sein. Dato 23.12.2014 hab ich dort 170 Stunden auf der Uhr stehen. Die meisten zwischen März und Juni 2014 erspielt. Danach hat sich das Fieber irgendwie gelegt – vorwiegend allerdings aus gesundheitlichen Gründen. Da ich mich stand heute immer noch nicht ganz von einer OP erholt hab und schlicht auch meine Konzentration noch nicht wieder die beste ist, vermeide ich momentan Multiplayer- zugunsten von Singleplayer-Games.

Das Thema „gesundheitliche Gründe“ bringt mich dann auch zu meinem nächsten Spiel 2014: HearthStone. Einige Tage bevor ich Anfang Oktober ins Krankenhaus ging hab ich mit dem Spiel angefangen und mir dann, IPad sei dank, auch im Krankenhaus damit wenigstens ein klein wenig die Zeit vertreiben können. Und das Fieber hält zumindest in sofern an, als dass ich fast täglich gut 1-2 Stunden vor HearthStone verbringe. „Quest des Tages“ abarbeiten und eventuell noch das ein oder andere Ründchen einfach so spielen.

Vor einigen Tagen nochmal angefangen hab‘ ich South Park – The Stick of Truth. Und auch beim zweiten Durchspielen macht es immer noch so viel Spaß wie vorher. Ich bin nicht unbedingt ein riesen South-Park-Fan, aber zumindest ein Fan des Humors der Serie. Und als RPG-Noob überfordert mich das Spiel auch an keiner Stelle. Für mich einer der besten Titel des Jahres 2014.

Ebenfalls großartig, und zumindest in der Zensur der Nazi-Symbolik mit dem vorgenannten Titel artverwandt: Wolfenstein – The New Order. Ein Egoshooter nach Oldschool-Art. Als Ein-Mann-Armee gegen das Böse, das in der deutschen Version leider „Das Regime“ heißt, da hier offenbar der Mut gefehlt hat nur die Nazi-Symbolik zu zensieren, den Rest aber zu lassen. Schade. Denn so verpufft eine Menge der Message, die das Spiel rüberbringt. Aber manchmal, nachts, träume ich von dem Tag, an dem Videospiele genau wie Bücher oder Filme als Kunst behandelt werden. Aber egal, das Thema wurde dieses Jahr dank South Park und Wolfenstein oft genug behandelt.

Meine größten 2014er Enttäuschungen kommen seltsamerweise alle drei aus dem Hause Ubisoft: Watch_Dogs, Far Cry 4 und The Crew. Ich geh mal der Reihe nach:

Watch_Dogs wurde einfach seinem Hype nicht gerecht. Chicago sah zwar schön aus, aber trotz einer hohen Anzahl an NPCs wirkte die Stadt nicht so lebendig wie Los Santos aus GTA V. Und dann diese Hauptfigur Aiden Pearce, dem man ständig ins Gesicht schreien will: „Alter, hör doch mit diesem scheiß Rachfehdzug [den ich für dich ausführen darf] auf, leb dein Leben und reiß deine arme Familie nicht noch mehr rein!!!“. Einfach unsympathisch und noch dazu extrem gesichtslos. Da hat man von Ubisoft schon besseres gesehen. Nicht, dass das Spiel überhaupt keinen Spaß gemacht hätte, aber im Gegensatz zu GTA V war ich Watch_Dogs froh, als ich das Spiel durchgespielt hatte.

Zu Far Cry 4 hab ich ja bereits einen Blog-Eintrag geschrieben. Ich hab das Spiel zwar mittlerweile wieder ein wenig weitergezockt, aber es zieht mich einfach nicht in seinen Bann. Sagen wir einfach, es liegt an mir.

Und zuletzt: The Crew. Ich hatte Zugang zum Beta-Test und hatte mich ordentlich auf das Spiel gefreut. Aber der teilweise fürchterliche Schwierigkeitsgrad (oder eher Unfairness-Grad) war mit meiner niedrigen Frust-Toleranz leider so gar nicht kompatibel. Wenn ich das Gefühl habe, dass Gegner, vor denen ich fliehen soll, wie mit einem Gummiband an mir hängen hört’s bei mir leider auf. Und das hat mir dann leider den Spielspaß so verhagelt, dass ich nach nur 5 Stunden Spielzeit einfach keinen Bock mehr hab.

Ebenfalls gezockt hab ich Thief. Das neue Thief. Beziehungsweise für mich das erste Thief, denn die Reihe ließ ich seinerzeit an mir vorüberziehen. Ein Spiel, dass von der Mechanik her Spaß macht und mit einer ordentlichen Grafik aufwarten kann, aber Schwächen hat, über die man nicht hinwegsehen kann. Zum einen die Soundabmischung, durch die manchmal mehrere Charaktrere so übereinander reden, dass man keinen mehr versteht. Oder die Wachen, die ständig die selben Sätze wiederholen und damit die Immersion der Welt zunichte machen. Oder die eigentlich vollständig irrelevante Story nach dem üblichen „Damsel in distress“-Prinzip.

Aus der Reihe „nachgezockt“ muss ich auf jeden Fall zwei weitere Spiele aus dem Hause Square-Enix nennen: Tomb Raider (also das 2013er) und Hitman: Absolution. Und beide Spiele haben wahnsinnig Spaß gemacht. Okay, Tomb Raider leidet ein wenig unter ludonarrativer Dissonanz (danke an Tim Rozenski, dank dem ich diesen Begriff kenne) und elend nervigen Quicktime-Events, macht aber dennoch viel Spaß. Bei Hitman: Absolution wüsste ich jetzt auf Anhieb keine Schwächen. Die Story reißt mit, die Steuerung und Spielmechanik ist flüssig und gut zu beherrschen. Grafik und Sound stimmen auch. Alles in allem ein Spiel, dass ich gerne nachgeholt habe.

Und auch 2014 ein stundenlanger Spielspaßgarant für mich: Minecraft. Ja, ja, ich weiß: „Minecraft is ja wohl sowas von 2012, voll out, Alter!“. Trotzdem macht’s mir noch immer Spaß. Egal ob Survival oder Kreativ. Minecraft ist für mich genauso ein „Geht-immer“-Spiel wie Pizza Connection. Aber dazu vielleicht mal in einem anderen Blogeintrag mehr.

Und wo wir bei Survival sind: The Forest und The Long Dark. Zwei Exemplare der auf Steam extrem seltenen Survival-Alpha-Early-Access-Gattung *hust*. The Forest besticht für mich – außer durch die Grafik – vor allem durch das Bausystem. Mittlerweile kann man auch Hausboote und Baumhäuser bauen, wenn man nicht gerade von den nervigen Eingeborenen abgenervt oder -geschlachtet wird.
The Long Dark sticht für mich vor allem mit seiner schlichten Art hervor. Keine Zombies oder mächtige Eingeborenen, nein. Nur mich und die kalte Schulter von Mutter Natur. Die extreme kalte, denn die kanadische Witterung und das damit zusammenhängende Erfrieren ist der größte Feind. Da werden sogar die Wölfe, gegen die man naturgemäß kaum eine Chance hat, zur Nebensache. Beides in jedem Fall Spiele, bei denen ich mich freue, die Entwicklung weiter aktiv miterleben zu können.

Rückblickend hat sich für mich das Jahr 2014 spieletechnisch gelohnt. Ich hab einige Titel nachgeholt, manche nur angezockt, andere wiederum gesuchtet. Nicht jedes Spiel hat hier eine Erwähnung erhalten. Nur die für mich „wichtigsten“ hab ich hier mal gewürdigt. Im positiven wie negativen.

Und nun: Euch allen noch ein schönes Restjahr 2014 und vor allem ein gutes reinschlittern ins Jahr 2015 und viel Spaß und Erfolg beim Zocken und Leben!

tl;dr
Must-Play-Titel 2014: South Park – The Stick of Truth, Wolfenstein – The New Order
Must-Not-Play-Titel 2014: Watch_Dogs, Far Cry 4, The Crew [sorry Ubsioft]
Geht-auch-2014-noch-immer-Spiele 2014: Minecraft, Pizza Connection
Kandidaten-im-Eary-Access-Stadium 2014: DayZ, The Forest, The Long Dark

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Vasco Da Gamer

1983 geboren, am Amiga 500 in der Videospieltwelt domestiziert.
Ist keinem Genre wirklich ab-, aber auch keinem speziell zugeneigt.
Spielt neben Videospielen hin wieder auch E-Bass.
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